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Symptome
In der Substantia
Nigra befinden sich 400'000 Nervenzellen. Sie fangen sich nach der
Geburt zu färben an und sind in einem Alter von ca. 18 vollständig
pigmentiert. Das nigrale Pigment unterscheidet sich vom Hautpigment.

Dieses Autoradiogramm zeigt ein normales Gehirn (links) und ein von
Parkinson beeinträchtigtes Gehirn. Die Zellen der Substantia Nigra (sn)
fehlen im Gehirn, welches von Parkinson betroffen ist. Die
Substantia Nigra (übersetzt: schwarze Materie) ist ein an
dopaminergen Neuronen (Neuronen, welche den Neurotransmitter Dopamin
produzieren) und schwarz pigmentiertem Neuromelanin reiches Areal
des Gehirns. Der Verlust von Neuronen dieser Hirnregion, wie er bei
der Parkinsonschen Krankheit typisch ist, führt zu einem
Dopamin-Defizit.
Die Symptome der
Parkinsonschen Krankheit werden augenfällig, nachdem ca. 240'000
Nervenzellen (ca. 60% des Totals) absterben. Beim "gesunden"
Menschen sterben jedes Jahr ungefährt 2'400 Nigralzellen. So wird
eine unbeeinflusste Person nach 100 Jahren wahrscheinlich Parkinson
entwickeln. Bei der idiopathischen Parkinsonschen Krankheit ist der
Verlust von Nigralzellen beschleunigt - mehr als 2'400 Zellen
sterben jedes Jahr. Es ist bisher unbekannt, weshalb der
Nervenzellen-Verlust beschleunigt auftritt - entweder ist es
genetisch bedingt (Vererbung), ein umfeldbedingtes (externes) Toxin
oder beides zusammen. Auch der Zeitpunkt der Beschleunigung des
Nervenzellen-Verlustes ist noch unbekannt.

Die einzelnen Symptome
der Parkinsonschen Krankheit:
Tremor
Die Symptome setzen häufig mit
einem gelegentlichen Tremor an einem Finger ein, welcher sich mit
der Zeit auf den ganzen Arm ausdehnt. Der Tremor ist oft rhythmisch
– vier bis fünf Zyklen pro Sekunde – und verursacht häufig eine
Bewegung des Daumens und der Finger, bekannt als der extrapyramidale
Tremor (landläufig Münzenzählen-Tremor genannt). Tremor kann
auftreten, wenn ein Glied entspannt ist oder es in einer
versteiften, nicht gestützten Position ausgestreckt ist, und
verschwindet gewöhnlich kurz während Bewegungen. Der Tremor kann
auch am Kopf, an den Lippen, an der Zunge und an den Füssen
auftreten, allerdings nicht während des Schlafs. Laut einer Studie
berichteten 44% der Patienten, dass sie einen inneren Tremor
wahrnehmen, welcher weniger als eine halbe Stunde dauert, aber
mehrmals in einer Woche auftritt. Die Symptome können nur eine oder
beide Körperhälften betreffen.
Bewegungs- und motorische Beeinträchtigung
Die Langsamkeit der Bewegungen (Bradykinesie)
ist eines der klassischen Symptome des Parkinson-Syndroms. Patienten
entwickeln schliesslich eine gebeugte Körperhaltung und ein
langsames, schlurfendes Gehen. Der Gang kann unregelmässig und
instabil sein und eine Person zu Fall bringen. Nach ein paar Jahren
können Muskeln versteifen oder erstarren. Gewöhnlich ist dies der
Fall, wenn ein Patient sich umdrehen oder schmale Durchgänge
passieren will. Auch die intestinale Motilität – zum Beispiel
Schlucken, Verdauung und Ausscheidung – kann sich verlangsamen, was
zu Essensstörungen und Verstopfung führen kann. Die im Zusammenhang
mit dem Parkinson-Syndrom beschriebene Rigidität der Muskeln
(Akinesie oder Bewegungsarmut) betrifft häufig zuerst die Beine und
den Nacken. Rigidität der Gesichtsmuskeln kann ein maskenähnliches,
starres Erscheinungsbild verursachen. Deformationen der Hand können
sich in späten Stadien ausbilden, was zu starken Beschwerden und
Einschränkungen führt. Die Handschrift wird zum Beispiel oft
kleiner. Normale spontane Muskelbewegungen wie blinzeln müssen
bewusst durchgeführt werden.
Sprachbehinderung
Etwa bei der Hälfte der
Parkinson-Patienten zeigen sich Sprachschwierigkeiten, welche durch
Steifheit der Gesichtsmuskeln, Verlust der motorischen Kontrolle und
beeinträchtigte Atemkontrolle verursacht werden. Die Stimme kann
monoton werden, Worte werden immer wieder wiederholt, oder das
Sprechtempo kann sogar sehr hoch sein. Auch das Schlucken kann
Schwierigkeiten bereiten.
Depression und mentale
Probleme
Die Depression tritt häufig als
eines der ersten Symptome auf und wird wahrscheinlich zum Teil durch
ein chemisches Ungleichgewicht im Gehirn verursacht. Weil Depression
im Alter verbreitet vorkommt oder durch andere Faktoren verursacht
werden kann, verbindet es der Patient oft nicht mit den anderen
frühen Symptomen des Parkinson-Syndroms. Störungen im Denken, im
Gedächtnis, in der Sprache und in der Fähigkeit, Probleme zu lösen,
treten häufig erst später auf. Demenz tritt zu fast 30% aller Fälle
bei Menschen mit dem Parkinson-Syndrom auf, die normalerweise ältere
Individuen sind und eine grössere Depression gehabt haben.
Andere Symptome des
Parkinson-Syndroms
Der Geruchssinn wird
in 70% aller Fälle beeinträchtigt. Auch das Sehvermögen inklusive
Farbwahrnehmung ist betroffen. Der Patient kann auch Veränderungen
in der Wahrnehmung von Temperatur erfahren, urplötzliches
Hitzeempfinden, übermässiges Schwitzen, Krämpfe und Brennen in den
Beinen wahrnehmen. Symptome des Parkinson-Syndroms, die nach der
Enzephalitis auftreten können, sind fettige Haut und Haare, Ticks,
Spasmen, schnelles und sich wiederholendes Sprechen und okulogyre
Krisen. Letztere sind Störungen, bei denen die Augen in einer
Richtung für Minuten oder sogar Stunden fixiert werden. Bei Menschen
mit häufig auftretendem Migräneleiden zeigt sich der Ausbruch des
Parkinson-Syndroms in einer Veränderung der Migräne-Symptome (meistens
im positiven Sinn). Verstopfung ist ein Hauptproblem für Parkinson-Patienten.
Sie resultiert sowohl aus der Krankheit als auch aus den
Nebenwirkungen ihrer Behandlung. Es können Abführmittel,
Stuhlenthärtungsmittel und andere Medikamente, die allerdings oft
mit negativen Nebenwirkungen behaftet sind, verschrieben werden.
Auch Blasenkontrolle und Inkontinenz sind Probleme, die mit dem
GIGER MDâ medical device verbessert oder sogar
erfolgreich beseitigt werden können.
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