Ursachen von Parkinson

Die Parkinson-Krankheit wird durch das Versagen einer spezifischen Nervenzellengruppe im Gehirn verursacht. Diese Zellen sind für die Produktion des Neurotransmitters Dopamin verantwortlich. Dopamin ist entscheidend für flüssige, koordinierte Bewegungen, die Regulation der Muskelspannung sowie für die Motorik insgesamt. Sinkt die Dopaminmenge, kommt es zu den für Parkinson typischen Bewegungsstörungen. Die ursächlichen Mechanismen, die zum Stillstand der Dopaminproduktion führen, sind bis heute nicht vollständig geklärt.

 

Die häufigste Form der Erkrankung ist der idiopathische Parkinson, bei dem keine eindeutige Ursache festgestellt werden kann. Diese Form wird vom Parkinsonismus abgegrenzt, bei dem die Symptome auf konkrete Auslöser wie Medikamente oder andere Erkrankungen zurückzuführen sind. Genetische Einflüsse gelten als mitbeteiligender Faktor, jedoch konnte bislang kein einzelnes Gen identifiziert werden, das direkt für die Entstehung des idiopathischen Parkinson verantwortlich ist.

Forschungen zeigen, dass Nervenzellschäden und Dopaminverlust bereits Jahre vor dem Auftreten erster Symptome beginnen. Erst wenn ein erheblicher Teil des dopaminergen Systems beeinträchtigt ist – Schätzungen gehen von etwa 80 % Dopaminverlust im Striatum aus – werden die Symptome klinisch wahrnehmbar. Der Zeitraum zwischen Beginn der neurodegenerativen Prozesse und dem sichtbaren Krankheitsausbruch wird derzeit auf rund fünf Jahre geschätzt.

Einige Betroffene bringen den Krankheitsbeginn mit traumatischen Ereignissen wie Unfällen, Operationen oder starken emotionalen Belastungen in Verbindung. Die neurologische Fachwelt geht jedoch davon aus, dass solche Ereignisse nicht die Ursache von Parkinson sind, sondern möglicherweise bereits bestehende Symptome früher zum Vorschein bringen. Die überwiegende Mehrheit der Menschen, die traumatische Ereignisse erlebt, entwickelt keine Parkinson-Erkrankung.

Neben der idiopathischen Form existieren auch sekundäre Parkinson-Syndrome, bei denen bestimmte Medikamente den Dopamin-Stoffwechsel im Gehirn stören. Ein langfristiger Gebrauch solcher Medikamente kann Parkinson-ähnliche Symptome hervorrufen.

Neuropathologisch ist die Parkinson-Krankheit durch den fortschreitenden Verlust dopaminerger, neuromelaninhaltiger Nervenzellen in der Substantia nigra gekennzeichnet, einem zentralen Bereich der Basalganglien, die eine wesentliche Rolle bei Bewegungssteuerung, Haltung und Koordination spielen. Entscheidend für den Krankheitsverlauf ist weniger der reine Zellverlust als vielmehr der daraus resultierende Zusammenbruch des dopaminergen nigrostriatalen Signalwegs, der letztlich zu den typischen motorischen Symptomen führt.

Symptome der Parkinson-Krankheit

Motorische Hauptsymptome

Tremor (Zittern) Typischerweise eine Ruhetremor, der in einer Gliedmasse, oft einer Hand, beginnt.

Bradykinese (Bewegungsverlangsamung) Alltägliche Bewegungen werden mühsam und benötigen mehr Zeit und Konzentration.

Rigor (Muskelsteifheit) Erhöhte Muskelspannung, die zu Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit führen kann

Nicht motorische Hauptsymptome

  • Depressionen und Angstzustände

  • Schlafstörungen und übermässige Tagesmüdigkeit

  • Verlust des Geruchssinns (Anosmie)

  • Kognitive Beeinträchtigungen und Konzentrationsprobleme

  • Verschlechterung der Sprache

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Häufig gestellte Fragen:

Parkinson gilt derzeit als nicht heilbar, durch Therapiemassnahmen wie zum Beispiel die GIGER® MD® Therapie  können sich durch gezieltes neuroplastisches Training Bewegungsfunktionen verbessern, Funktionsverlust verlangsamen und Alltagsfähigkeiten messbar stabilisieren.

Parkinson tritt am häufigsten zwischen dem 55. und 70. Lebensjahr auf, kann jedoch auch früher beginnen.

Die Parkinsondiagnose erfolgt in der Regel durch eine neurologische Untersuchung, bei der Symptome, Krankengeschichte und Bewegungsabläufe beurteilt werden; bildgebende Verfahren, oder medikamentöse Tests können die Diagnose unterstützen.

In den meisten Fällen ist Parkinson nicht direkt vererbbar, jedoch können genetische Faktoren das Erkrankungsrisiko beeinflussen.

Parkinson kann Alltagsaktivitäten wie Gehen, Schreiben oder Gleichgewicht halten erschweren, wobei viele Betroffene die rechtzeitig mit einer passenden Therapiemassnahme starten oft lange selbstständig bleiben.